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Enermax ETS-T50 CPU Kühler | powered by Enermax | Review

Im heutigen Test nehmen wir den CPU-Luftkühler ETS-T50 von Enermax unter die Lupe. Der Leistungsstärkste und wahrscheinlich schönste CPU-Luftkühler von Enermax. Ob er die Versprechen halten kann und was seine Stärken und Schwächen sind, lest ihr in unserem Testbericht.

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Die Verpackung

Die Verpackung zeigt bereits die Beleuchtungsmöglichkeiten, welche in 5 Modi umgestellt werden können. Nebst dem Kühler liegt das Montagematerial bei sowie ein paar Gramm Wärmeleitpaste. Verhältnismässig ist diese aber relativ groß und reicht für mehrere Wiedermontagen des Kühlers!

Backplate, Befestigungsschrauben, Abstandshülsen, Befestigungsplättchen für die Montage an den im Moment gängigsten Sockel für AMD und Intel liegen bei (Intel® LGA 775/115X/1366/2011/2011-3 und AMD® AM2/AM2+/AM3/AM3+/FM1/FM2/FM2+ )

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Die Montage

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Die Montage an sich ist sehr simpel. Diese funktioniert bei AMD- und Intelboards beinahe gleich. In unserer Videoreview (am Schluss dieser Review) wird die Montage auf einem Intel Board gezeigt. Enermax präsentiert in einer eigenen Videoproduktion die Montage auf AMD Boards. (Link)

Einziges Manko: Für die Montage bei Intel wird ein minimum 13 cm langer Schraubenzieher benötigt, da sich die Schrauben des Kühlers auf die Befestigungsplättchen von Hand nicht fest genug anziehen lassen. Der Schraubenkopf ist relativ weich, also unbedingt die richtige Schraubenzieher-Grösse verwenden, das man ansonsten die Schraubenköpfe beschädigen könnte.

Der Lüfter sowie das Luftleitrad an der Gegenseite, werden auf den Kühlkörper nur aufgeklipst.
Durch den Kühlkörper führen insgesamt 5 Headpipes mit einem Durchmesser von 6 Millimetern. Diese wurden an der Unterseite, am Fuss des Kühlers eingefräst und liegen somit direkt auf dem Heatspreader der CPU auf. Dies hat sich Enermax patentieren lassen und soll dazu führen, dass die Wärme besser, beziehungsweise schneller hoch zu den Kühllamellen gelangen kann.
An den Heatpipes im Kühlkörper oben, hat Enermax weitere Luftleitplättchen angebracht, die dafür sorgen, dass die Luft die durch den Kühlkörper fliesst, auch die Totenwinkel der Headpipes erreichen kann und die Heatpipes somit effektiver gekühlt werden können.
Die Heatpipes wurden leicht V-Förmig platziert. Die ganze Ausrichtung des Kühlkörpers obliegt einem V-Profil. Dieses soll dazu beitragen, dass die Luft im Kühlkörper gegen Kühlerlauslass zusammen gepresst wird und somit die Strömungsgeschwindigkeit hoch bleibt.

Damit sich der der ganze Druck im Inneren aufbauen kann, hat Enermax den Kühlkörper an den Seiten abgedichtet, indem sie die Lamellen zusammen gepresst haben. Somit wird nicht nur der Druck im Inneren gehalten, sondern auch verhindert, dass die Abwärme-Luftströme der CPU, wild im Gehäuse umherwirbeln.
Apropos umherwirbeln: Enermax dachte auch an die Ableitung der Luft aus dem Kühlkörper heraus. So wurde auf der Auslassseite eine Drehscheibe angebracht die sich 360 Grad drehen lässt. Der, ich nenne ihn liebevoll Spoiler, leitet den Auslassluftstrom in die gewünschte Richtung. Im optimalen Fall direkt aus dem Gehäuse raus oder zum Gehäuselüfter und dann nach Aussen.

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Der Kühler bringt stolze 860 Gramm inkl. Lüfter auf die Waage und das bei den Maßen von L 138,7 x B 111,9 x H 160 mm. Ohne Lüfter sind es nur noch L 135,2 x B 65 x H 160, was wiederum in der 250 Watt Klasse relativ klein ist.

Für die beste Wärmeableitung wurden die Headpipes aus Kupfer gefertigt, die Kühlrippen aus Aluminium. Es leitet zwar die Wärme schlechter ab, ist aber um ein vielfaches leichter als Kupfer.
Der gesamte Kühler ist schwarz lackiert. Alternativ gibt es den ETS-T50 auch in Weiß.

Der Lüfter liegt mit seiner Diagonalen von 120mm, im Standard-Größenbereich. Mit der Drehzahl zwischen 800-1800 Umdrehungen/min, sticht er ebenfalls nicht aus der Masse heraus. Befördert aber ein Luftvolumen von 105.8 m3/h, was eher zu den höheren Werten der 12 cm Klasse zählt.

Diese hohen Luftmengen machen sich aber bemerkbar. Bei einer höheren Last ist der Lüfter deutlich hörbar, was ich aber nicht als unangenehm oder großartig störend empfunden habe.

Der Lüfter ist an eine Halterung angeschraubt, welche man ganz simpel an die Lamellen des Kühlkörpers geclipst. Diese sieht im Gegensatz zu manchen Metallbügeln schön und aufgeräumt aus.
Um die vom Lüfter verursachten Vibrationen nicht an den Kühlkörper zu übertragen, hat Enermax an die Aufliegepunkte des Lüfters mit Gummiplättchen versehen.

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Beim genauen Hinsehen fällt einem jedoch etwas anderes viel mehr auf. Auf den Leitschaufeln des kleinen Propellers, befindet sich eine Chromfolie. Diese wird jedoch erst in Kombination mit den Leuchtdioden im Aussenring des Kühlers interessant. Im Aussenring verstecken sich 36 Leuchtdioden die den Lüfter beleuchten. Durch die Drehung des Lüfters verzieht sich der Lichtstrahl der Dioden und bildet einen Leuchtbogen, was einfach sensationell aussieht. Wobei der Spass schnell wieder vorbei ist – aber dazu komme ich gleich noch.
Die 36 Leds leuchten jeweils in Rot, Blau und Grün. Weiß gibt es nur bei der weißen Ausführung des ETS-T50.
Diese werden mit einem Mikroschalter bedient, beziehungsweise deaktiviert. So lassen sich insgesamt 5 Modis einstellen. Leider muss ich hier einen Punktabzug geben, da ein permanentes Leuchten nicht eingestellt werden kann. Somit blinkt die Beleuchtung ständig in einer Art „Diashow“ durch.
So habe ich den Lüfter nach ca. 10 Minuten Abendunterhaltung in Form von The Witcher 3 unterbrochen, mein Seitenfenster ausgebaut und die Beleuchtung des Lüfters mit mehrmaligem betätigen des Mikroschalters deaktiviert. Leider verblasst damit die ganze Magie des Kühler was die Optik angeht.

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Aber zum Glück bleibt die Magie, was die Leistung des Kühlers angeht, erhalten.
Ich zog den vergleichbaren Dark Rock Pro 3, welcher ebenfalls mit 250 Watt TDP arbeitet vor und verglich beide mit dem Intel boxed Kühler. Nach ca. 5 Minuten Thermalthrottling bei +95 Grad, kam mein auf 4.6 Ghz (3.3 Ghz Stock) übertakteter i5 6600k, schnell wieder runter. Eines vorab: In der Videoreview wurden Live-aufnahmen von HW Monitor eingeblendet.

Der ETS T50 kam bei 19 Grad Raumtemperatur und der Dark Rock Pro 3 bei 20 Grad zum Einsatz. Nach 10 Minuten im Boot Up und diversen Hintergrundprogrammen, kamen beide auf 27-30 Grad CPU Temperatur. Um den Test so realistisch wie möglich zu halten, wurden beide in einem geschlossenen Gehäuse getestet. Die Gehäuse-Innentemperatur lag beide Male bei ca. 26 Grad. Welches bedingt auch durch die GPU, welche zwei Monitore versorgen musste und selbst eine Temperatur von ca 50 Grad erreichte.
Spannend wurde es aber unter Last. Zum Einsatz kam da der Intel eigene Stresstest „Intel Extrem Tuning Utility“, da dieser die Einsatzbedingungen einer Alltagsbelastung am besten simulieren kann und gleichmäßig die CPU belastet.
Der Stresstest lief beide Male 10 Minuten lang und die Werte von Min/Max wurden logischerweise vorher resettet.
Den Boxed Kühler ließ ich ganze 5 Minuten im Test, worauf ich diesen eigentlich unfairen Vergleich gegen die zwei 250 W TDP Killer abbrach.

Und siehe da, der ETS-T50 liegt mit knapp einem Grad hinter dem Dark Rock Pro 3 und das trotz oder vielleicht genau wegen dem einen Lüfter. Da die zwei unterschiedlich großen Lüfter des Dark Rock Pro 3 gleichmässig laufen und den Luftstrom teilweise erstmals verlangsamen können, bis er dann wieder durch den Mittellüfter in Bewegung gebracht wird.
Geht man theoretisch davon aus, dass die Raumtemperatur 1 Grad höher war als die beim ETS-T50, wären es 2 Grad Differenz.
Vergleicht man die Masse der beiden Kontrahenten, so arbeitet der ETS-T50 deutlich effizienter.

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Beide Kühler wurden mit der Thermal Grizzly Kryonaut (11.10g, 12.50W/m K) Wärmeleitpaste bestrichen, um auch da ein möglichst faires Duell führen zu können.


Unsere Video Review


Fazit

Mit dem ETS-T50 hat Enermax einen definitiv auffälligen und schönen CPU Kühler auf den Markt gebracht. Was die Kühlleistung, Performance und Verarbeitung angeht, war ich sehr positiv überrascht, da dieser im gegensatz zum verglichenen bequiet Dark Rock Pro 3, mit nur einem Lüfter versehen ist. Wäre da bloß nicht das kleine Manko, dass man die LED Beleuchtung nicht einfach leuchten lassen kann. Im Betrieb blinkt das Gehäuse sich durch die Modi durch. Dies könnte Enermax in der nächsten Revision ändern. Die LED Beleuchtung lässt sich dennoch komplett ausschalten. Die Kühler können natürlich mit anderen 120x120mm Kühlern ausgetauscht werden. Für einen Preis von nur etwa 50 Euro, macht der Kühler aber alles richtig und wir sprechen eine klare Empfehlung aus.

Vielen Dank an Enermax für die Unterstützung!

Wer nun neugierig geworden ist und den Enermax ETS-T50 sein Eigen nennen möchte, kann diesen über unseren Amazon Link erwerben. Mit einem Kauf, unterstützt ihr uns und das Projekt PLAY-GEN. Enermax ETS-T50

Enermax ETS-T50 CPU Kühler | powered by Enermax | Review

Verarbeitung - 9.5
Features - 9
Kühlleistung - 9
Preis-/Leistungsverhältnis - 9.5

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Kurzgesagt: Für einen Preis von nur etwa 50 Euro, macht der Kühler aber alles richtig und wir sprechen eine klare Empfehlung aus! Dazu sind die LEDs schön anzusehen.

Die Review wurde erstellt von: Dave

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